Homura Automata

Homura Hime

Ist das noch Bullethell? Ist das wichtig? Was passiert hier überhaupt? HILFE!!! Martin durchlebt ein Wechselbad der Gefühle.

"Homura Hime" wirkt auf den ersten Blick vertraut. In einem mythologischen Japan müsst Ihr als Schrein-Jungfer auf Geisterjagd gehen. Die Spuks schleudern Euch dabei bunte Kugelwolken entgegen, die Kenner sofort an “Nier Automata” und jedes CAVE-Shmup.

Genre-Fans denken natürlich gleich an den unterschätzten Type-X-Shooter “Homura”, liegen aber falsch. Homura bedeutet im Japanischen Feuer, aber auch brennende Leidenschaft. Unsere Priesterin ist also eine leidenschaftliche Feuer-Prinzessin oder so.

Beim Thema Bullethell gehe ich reflexartig in den Trigger-Modus! Schließlich gibt es heutzutage viel zu viel, was sich so schimpft, aber kein Bullethell ist. Ist “Enter the Gungeon” Bullethell? Was ist mit dieser ganzen Blase rund um”Vampire Survivors”?

Beruhigen … durchatmen … Blumenwiese Blumenwiese Blumenwiese … schauen wir uns das Spiel erstmal an. Wie eingangs erwähnt, steuern wir eine Schrein-Priesterin durch verzauberte Landschaften. Homura Hime kann springen und hat allerlei Schwert-Moves drauf. Große Gegner werden in bester “Zelda”-Manier anvisiert und wie unten negativ erwähnt, gibt es allerlei Abwehr-Parierereien. Ihr kleiner Geisterfreund kann als Shadow-Option ballern wie ein Nier-Pod und dient als Enterhaken, um seine Besitzerin zu markierten Plattformen zu ziehen.

Entsprechend abwechslungsreich gestaltet sich der Gameplay-Loop. Homura Hime springt, klettert und erkundet sich durch allerlei farbenfrohe Locations. An jeder Ecke gibt es Sammelkram, der im Shop gegen neue Combos und Verbesserungen getauscht werden kann. Bunte, magische Blumen sammeln wir automatisch auf, Schatzkisten wollen per Knopfdruck geöffnet werden.

So weit, so gewöhnlich. Ihr wollt natürlich wissen, wie sich die Bullethell-Kämpfe spielen. Die meisten Feinde setzen hier auf Fernkampf und Ihr kommt mit ‘nem Katana zu ‘ner Schießerei. Entsprechend ist es Eure Aufgabe, Euch den Gegnern auf Schwert-Distanz zu nähern, ohne sich Geschosse einzufangen. Zwar kann auch unser kleiner Pod wie ein Maschinengewehr feuer, jedoch gestaltet sich der Kampf damit eher mühselig und der begehrte S-Rang ist so auch nicht drin. Einige Gegner verfügen über einen mächtigen “Dodonpachi”-Beam, der sich netterweise durch einen Ziel-Laser ankündigt. So werdet Ihr während der Nahkämpfe immer wieder zu Sidesteps gezwungen, um dem dicken Strahl auszuweichen. Auch im Infight zeigen rote Funken einen besonders mächtigen Angriff an.

Etwas nervig fand ich Zwangs-Tutorials, in denen ich irgendwelche Parier-Moves lernen musste, die ich später nie eingesetzt habe. Parieren hasse ich eh. Wer denkt sich sowas aus? – nein, es gibt keinen “Sekiro”-Livestream! Auch maximal nervig: Supergegner, die stundenlang Schwerthiebe schlucken und nur mit dem richtigen Schere-Stein-Papier-Move zu besiegen sind. Sorry nein, das ist so 1999.

Ich habe “Homura Hime” auf Valves Steam Deck gezockt. Trotz grünem Ampel-Häkchen und genügsamer Technik wurde das Gerät sehr schnell sehr heiß. Nach einer halben Stunde stotterte die Bildrate auf N64-Niveau und ich musste eine kühlende Pause einlegen. Wer wirklich mobil spielen will, besorgt sich also was stärkeres oder die Switch-Version.

-mn


Genre: irgendwie Bullethell
Developer: Crimson Dusk
Publisher: PLAYISM
UPE: 24,50 EUR
Testmuster: Terminals
66%
Sound: 50%

Schwierigkeit: 7
USK: 12
Spielzeit: Ca. 25 - 30 Stunden
GEHT SO

“Homura Hime” spielt sich flüssig – dann wieder nicht. Es überrascht mich mit kreativen Ideen wie schwebenden Möbeln, um dann wieder generisch-rechtwinklige N64-Level zu bieten. Ich sehe hier den Willen, etwas Großes zu schaffen, der jedoch viel zu oft im Mittelmaß versumpft. Somit wird das Spiel kaum dauerhaft im Gedächtnis bleiben – was enorm schade ist. Bullethell kann eigentlich mehr.

-mn

GUT

Im Gegensatz zu meinem Kollegen Martin habe ich “Homura Hime” auf meinem Gaming-Laptop mit 16 GB RAM, einer AMD Ryzen 5 5600H CPU und interner AMD Radeon RX 6600M Grafikkarte gespielt. Entsprechend lief das Ganze bei mir auch durchweg flüssig, ohne sichtbare Grafikfehler oder Einbrüche bei der Bildrate.

Gerade das Kampfsystem hat mir überraschend gut gefallen. Das ständige Ausweichen, Herantasten und Kontern sorgt für angenehm dynamische Gefechte, die deutlich mehr Spaß machen, als es der erste Eindruck vermuten lässt. Vor allem die Mischung aus Nahkampf, Ballern und verschiedenen Spezialfähigkeiten hält die Kämpfe abwechslungsreich und motiviert dazu, sich immer tiefer in das Spiel reinzufuchsen.

Optisch hat mir “Homura Hime” ebenfalls gut gefallen. Der Anime-Stil passt hervorragend zur mystischen Atmosphäre und sorgt mit seinen farbenfrohen Effekten und Figuren immer wieder für stylische Momente auf dem Bildschirm. In diesem Sinne sag ich, Ganbatte!!

-db

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